Diana Lehmann

Arbeitsplätze gefährdet: „Die Auto- und Zuliefererbranche braucht eine Transformationsstrategie“

Arbeit & Wirtschaft

Es ist unbestritten, dass der Umbau von Verbrennungsmotoren auf Elektromotoren ein wichtiger Schritt zur Umsetzung der Klimaschutzziele ist. „Doch wir brauchen gleichzeitig eine Transformationsstrategie, die dabei hilft, Arbeitsplätze in der Automobilbranche zu schützen“, so Diana Lehmann von der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag.

Kurz vor dem am Mittwoch stattfindenden Autogipfel hat eine Studie für die Bundesregierung ergeben, dass bis 2030 Hunderttausende Jobs in Deutschland durch den Umbau auf E-Mobilität gefährdet seien. So würden allein in der Produktion von Motoren und Getrieben deutlich weniger Stellen benötigt, da in Elektroautos deutlich weniger Teile verbaut würden, als in klassischen Verbrennungsmotoren.

Auch Thüringen wäre von dem Wegfall von Arbeitsplätzen betroffen. „Hier muss eine Transformationsstrategie ansetzen, die zum einen die Arbeitsplätze an die neuen Herausforderungen anpasst und zum anderen Qualifikationsmaßnahmen für die Beschäftigten bietet. Das kann nur mit Unterstützung vom Bund realisiert werden“, so Lehmann. Ein guter Ansatzpunkt, um diese Veränderungsprozesse zu flankieren, könnten z.B. regionale Strukturentwicklungsgesellschaften oder -agenturen sein, wie sie in Nordrhein-Westfalen im Zuge des Strukturwandels im Rheinischen Braunkohlerevier entstanden sind. In solchen Formaten könnten unter Einbeziehung  von betroffenen Landkreisen und Gemeinden, Unternehmensvertretern, Gewerkschafts- und Arbeitnehmervertretern, der Bundesagentur für Arbeit, Industrie- und Handelskammern sowie Vertretern der Forschungs- und Wissensinfrastruktur auch für die Automobil-Regionen Zukunftsvisionen und Projekte entwickelt, Investitionen eingeworben werden.

Um eine solche Strategie zur erarbeiten, schlägt Diana Lehmann im Rahmen der SPD-Südschiene eine länderübergreifende Arbeitsgruppe der SPD vor um sicherzustellen, dass alle Bedürfnisse der betroffenen Bundesländer abgedeckt werden.

Bereits im letzten Jahr hatten sich die Sozialdemokraten im Rahmen ihrer Fraktionsklausur mit Dr. Jens Katzek, Geschäftsführer des Automotive Cluster Ostdeutschland, über die Zukunft der Automobil- und Zulieferindustrie in Ostdeutschland ausgetauscht. SPD-Fraktionsvorsitzender Matthias  HHey versprach, die Bediensteten in dieser für den Freistaat wichtigen Zukunftsbranche nicht allein zulassen und auch SPD-Landeschef Wolfgang Tiefensee hatte im vergangenen Oktober ein Landeskoordinierungsstelle zur Sicherung der Arbeitsplätze vorgeschlagen.

 
 

 

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