Diana Lehmann

Kabinett beschließt Projekt „Zukunft Thüringer Wald“

Arbeit & Wirtschaft

Im Thüringer Wirtschaftsministerium wird eine Projektgruppe „Zukunft Thüringer Wald“ eingerichtet. Das hat Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee heute mitgeteilt. Das Wirtschaftsministerium hat dazu das Strukturkonzept „Zukunft Thüringer Wald“ vorgelegt, das im Kabinett beschlossen wurde.

Die Projektgruppe, an der die Staatskanzlei sowie die zuständigen Ressorts für Finanzen, Sport, Infrastruktur, Umwelt und Kommunales beteiligt sind, wird vom Wirtschaftsministerium geleitet und soll einen ganzheitlichen Ansatz zur Weiterentwicklung der Wirtschaftsregion Thüringer Wald verfolgen. Durch die übergreifende Projektstruktur können die Aktivitäten der einzelnen Ressorts besser aufeinander abgestimmt werden. „Uns geht es darum, alle relevanten Akteure in diesen Prozess einzubeziehen und so eine neue Form der Zusammenarbeit zu schaffen“, sagte Tiefensee. „Der Thüringer Wald braucht eine übergreifende Strategie zur weiteren Entwicklung. Dabei geht es um eine Vielzahl von Themen. Von besonderer Bedeutung ist dabei naturgemäß der Tourismus. Der Thüringer Wald ist mit Abstand die wichtigste touristische Destination im Freistaat. Darüber hinaus geht es um die Förderung von Sport und mittelständischer Wirtschaft, um Verbesserungen der Infrastruktur und des Naturschutzes  sowie um energiepolitische Fragen.“

Das Strukturkonzept ist aus der Wirtschaft abgeleitet. Kernelemente sind abgestimmte Meilensteinpläne und ein aufeinander aufbauender Einsatz von Fördermitteln aus unterschiedlichen Quellen. „Wenn es in einem Teilbereich stockt, springt die Ampel für das Gesamtprojekt auf Rot“, so Tiefensee. „Damit bewirken wir, dass alle Beteiligten stets das Gesamtziel vor Augen haben und gemeinsam darauf hinarbeiten.“ Deutlich werde das bereits in den laufenden Gesprächen zwischen Staatskanzlei, Umweltministerium und Wirtschaftsministerium über die Wasserschutzzonen in Thüringen. Hier arbeiten die drei Partner gemeinsam daran, den Zuschnitt der Wasserschutzzonen so zu ändern, dass sie die Möglichkeiten einer touristischen Entwicklung nicht einschränken, aber Umweltschutzbelangen gerecht werden.

Im Rahmen Projekts „Zukunft Thüringer Wald“, das an das bisherige „Handlungskonzept Wintersport- und Tourismuszentrum Oberhof“ anknüpft und dieses zugleich erweitert, soll ein gemeinsames Leitbild der gesamten Region Thüringer Wald entwickelt werden. „Ziel ist es, den Thüringer Wald  in all seinen Facetten und Stärken zu erfassen und zu entwickeln“, sagte der Minister. Dabei gehe es nicht zuletzt darum, den Thüringer Wald nicht nur als Wintersportregion voranzutreiben, sondern ganzjährig attraktiv zu machen.

Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Bodo Ramelow und wird von Wirtschaftsstaatssekretär Georg Maier geleitet. Die Mitarbeiter der jeweiligen Ressorts sollen Einzelprojekte und Förderentscheidungen koordinieren. Der Regionalverbund Thüringer Wald steht als „Regionalbeirat“ zur Seite. Mitglieder sind u.a. die Landräte und Oberbürgermeister der acht betroffenen Landkreise und zwei kreisfreien Städten. In einzelnen Teilprojekten sollen folgende Themen erarbeiten werden: Sport, Tourismus/Regionale Konzepte/Qualitätsmanagement, Regionalentwicklung/Infrastruktur, Umwelt/Naturschutz/Energie /Wasser/Forst, Finanzierungs- und Strukturfragen und Wirtschafts- und Mittelstandspolitik.

Quelle: Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

 

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