Diana Lehmann

Offener Brief: Für die Kinder

Allgemein

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Bodo Ramelow,

sehr geehrte Frau Ministerin Heike Werner,

sehr geehrter Herr Minister Helmut Holter,

wir begrüßen den Beschluss der Konferenz der Jugendministerinnen und Jugendminister vom 28. April 2020 zur Öffnung der Kindertagesstätten. Damit wurden erstmals im Verlauf der Corona-Pandemie wieder die Rechte und Belange von Kindern berücksichtigt. Gerade in der aktuellen Situation ist die Betrachtung der Lebenswelt und der Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen besonders wichtig. Unabhängig von allen Lockerungen in den unterschiedlichen Bereichen in den vergangenen Tagen, sind Kinder noch sehr weit weg von einer „neuen“ Normalität. Viele Kinder und ihre Familien leben derzeit im Ausnahmezustand: Sie sind gefordert, ohne Unterstützung und Ausweichmöglichkeiten in den öffentlichen Raum Beruf, Haushalt und Familienleben unter einen Hut zu bekommen. Die angespannte Lebenssituation der Familien wirkt sich auf das Wohlbefinden sowie die Entwicklungs- und Bildungsmöglichkeiten, aber auch den Schutz von Kindern aus.

Wir appellieren, dass sich die Perspektive von Kindern und ihren Familien nicht nur in Beschlüssen, sondern auch in deren Umsetzung niederschlägt. Die Lebenswirklichkeiten von Kindern und ihren Familien müssen bei den nächsten Anpassungen der Kontaktbeschränkungen Priorität haben. Das Problem an den bisherigen Maßnahmen zur Lockerung ist die fehlende Synchronisierung zwischen Kindertagesbetreuung und allen anderen Maßnahmen für Familien und Kinder. Die Verständigung zwischen Kanzlerin und MPs haben den Druck auf Familien erhöht. Da helfen auch Spielplätze wenig.

Bei all dem haben wir auch die Perspektive der Beschäftigten im Blick. Diesen ist es ein Anliegen, auf hygienisch oberstem Niveau zu arbeiten, das ihnen Sicherheit gewährleistet. Dass die Beschäftigten unter guten und sicheren Bedingungen arbeiten können, ist auch im Interesse von Kindern und Familien.

Auf Basis der Verständigung der Jugendministerinnen und Jugendminister erwarten wir jetzt konkret Schritte, die das Wohl von Kindern und Jugendlichen im Blick haben und Familien entlasten. Wir fordern:

  • Der Vierstufenplan zur Öffnung von Kindertageseinrichtungen muss mit einem konkreten Zeit und Umsetzungsplan untersetzt werden, der zeitnah sowohl die umfassende Betreuung für spezifische Gruppen als auch die regelmäßige punktuelle Betreuung für alle Kinder vorsieht.  Es muss geklärt werden, wie die Möglichkeit einer regelmäßigen Betreuung für jedes Kind, stundenweise oder von mindestens einem KitaTag in der Woche realisiert werden kann. Dies ist im Interesse der sozialen und bildungsbezogenen Bedürfnisse von Kindern.
  • In Beiräten, in denen über das weitere Vorgehen beraten wird, müssen Vertreter*innen einbezogen werden, welche die Interessen von Kindern und Familien vertreten, z. B. Erziehungs und Sozialwissenschaftler*innen, Familienverbände, Elternbeiräte, Jugendverbände, Jugendämter, zuständige Ministerien und Gewerkschaften
  • Die schrittweise Öffnung von Angeboten der offenen Jugendarbeit sollte ebenfalls zeitnah anvisiert werden. Hierfür sind geeignete Hygiene und Gruppenkonzepte zu entwickeln. Insbesondere für Kinder aus prekären Lebenslagen sind Jugendhäuser zentrale Orte der nonformalen Bildung und Freizeitgestaltung.
  • Unterstützung bei der Entwicklung und Einführung von Hygienekonzepten durch das Land für freie Träger und Kommunen.
  • Kurzarbeit muss für Kindertageseinrichtungen und Jugendeinrichtungen ausgeschlossen werden. Die öffentliche Hand trägt Verantwortung dafür, den Beschäftigten in diesem Bereichen Sicherheit zu geben.
  • Familien brauchen Erholung. Deshalb müssen Angebote zur Familienerholung gestärkt werden, um Familien einen Urlaub in Thüringen zu ermöglichen.

Diana Lehmann, stellvertretende Landesvorsitzender der SPD Thüringen

Lutz Liebscher, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion

Onno Eckert, Landrat im Landkreis Gotha

Antje Hochwind-Schneider, stellvertretende Landesvorsitzende SPD Thüringen

Denny Möller, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses der Stadt Erfurt

Sven Schrade, Bürgermeister der Stadt Schmölln

Katja Glybowskaja, Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion Jena

Janine Merz, ehrenamtliche Beigeordnete der Landrätin im Landkreis Schmalkalden-Meiningen

Fabian Giesder, Bürgermeister der Stadt Meiningen

Elisabeth Kaiser, Mitglied des deutschen Bundestags

 
 

 

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